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Jetzt schreibe ich hier schon seit einigen Jahren, wie man was am Citroën XM reparieren kann und habe noch nie zusammengefasst, welche Grundausstattung an Werkzeug man als ambitionierter Hobbyschrauber eigentlich braucht.

 

Die Basis:

Damit man an einem Wagen in seiner eigenen Einfahrt überhaupt ordentlich schrauben kann, muss dieser zu fasdt allen Arbeiten aufgebockt werden können. Also benötigt man …

einen Rangierwagenheber mit einer guten Hubhöhe, damit man nach dem Aufbocken “bequem” am Unterboden schrauben kann. Die kleinen Baumarkt Wagenheber sind eher nur fürs Reifenwechseln geeignet. Ich persönlich verwende diesen hier:

Den XM stellt man dann auf mindestens zwei, besser vier Böcke. Auch diese hier verwende ich persönlich:

Wenn man sich das Leben etwas einfacher machen möchte und den Wagen nicht vorne und hinten aufgebockt braucht, kann man auch sehr gut mit Auffahrrampen arbeiten:

Ich persönlich habe sehr gute Erfahrungen mit der Kombination der o. g. Böcke und Auffahrrampen mit integriertem Wagenheber gemacht.

Wenn man den XM in Höchststellung auf diese Rampen fährt, selbige ganz hoch pumpt, die o. g. Böcke unterstellt und dann das Fahrwerk wieder absenkt, bekommt man den XM so weit hoch gebockt, dass man sehr viel Platz zum Schrauben hat.

Citroen XM aufbocken

 

Okay, nun ist der Wagen aufgebockt. Welche grundlegenden Werkzeuge benötigt man?

Mit einem guten Steckschlüsselsatz, kann man schon viel an seinem XM reparieren. Man muss nicht unbedingt den teuersten kaufen, aber auch nicht den günstigsten. Ein gutes Mittelmaß reicht hier aus. Ich persönlich arbeite seit 15 Jahren mit einem Steckschlüsselsatz von BGS.

Dazu sollte man sich eine 36er Nuss besorgen, damit man auch die Achsmuttern lösen kann:

Zur Ergänzung des Steckschlüsselsatzes benötigt man noch einen Satz Ring- Maulschlüssel:

Ein Satz Schraubendreher ist auch hilfreich:

Splinttreiber und Meißel gehören auch zu der Grundausstattung:

Neben einem Satz Schlosserhammer sollte man sich auch einen 2kg Fäustel besorgen:

Ein Satz Zangen sollte auch nicht fehlen:

Zwar kann man auch mit dem Steckschlüsselsatz die Radmuttern lösen, ein Radkreuz ist jedoch wesentlich praktischer.

Und zu guter Letzt noch ein Drehmomentenschlüssel, damit man die wichtigen Muttern und Schraube, wie z. B. die Radbolzen mit dem richtigen Drehmoment wieder fest schraubt.

Das war es eigentlich auch schon an Grundausstattung.

Mit diesen Werkzeugen kann man schon viel machen: Bremsen, Anlasser, Antriebswellen, Auspuff, etc.

 

Die besonderen Werkzeuge für den ambitionierten Schrauber:

Wer wie ich eigentlich alles, wirklich alle an seinen Autos selber machen möchte, braucht natürlich noch ein paar weiterführende Werkzeuge.

Fangen wir mit dem Wechseln der Spurstangen an. Hierzu benötigt man ein spezielles Werkzeug, um selbige ausbauen zu können:

Hat man die Spurstangen oder die Spurstangengelenke ausgetauscht, muss man die Spur neu einstellen. Mit dem Gunson Trakrite habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht:

Auch zum Überholen der Vorderachse benötigt man einige Spezialwerkzeuge um z. B. die Radlager zu wechseln:

Für alle Arbeiten an den Hydraulikleitungen empfiehlt sich die Verwendung von Leitungsschlüsseln, da diese besser greifen als normale Maul-Ringschlüssel:

Ein Schraubstock ist ebenfalls sehr hilfreich. Mit einem 150mm Schraubstock kann man schon viel anfangen:

Eine große Ratsche hilft auch extrem:

Ggf. benötigt man noch einen Adaptersatz für seine Stecknüsse. Diesen sollte man sich gleich in der starken Ausführung holen, damit man ihn auch mit der langen Ratsche und einem Schlagschrauber verwenden kann. Die Adapter der normalen Version sind mir schon abgerissen:

Für Arbeiten am Zylinderkopf benötigt man folgende beiden Werkzeuge:

Für die Zylinderkopfschrauben benötigt man manchmal Innen-, manchmal Außentorx. Dieser Satz sollte helfen:

Um die Ventilschaftdichtungen bei eingebautem Motor zu wechseln benötigt man dieses Werkzeug-Set:

Nicht zu vergessen ist natürlich die Spezialnuss zum Lösen und Anziehen der unteren Traggelenke:

Und der Kettenschlüssel, um die Federkugeln lösen zu können:

All das Zeugs kann man dann in so einem Werkstattwagen unterbringen; ich finde die geteilten recht praktisch:

 

Die Upgrades; Werkzeuge, die einem das Schrauberleben erleichtern:

Die 1000 Nm sind nicht übertrieben. Die braucht man schon, wenn man die Mutter des Kurbelwellenrades lösen möchte:

Ein Hand-Schlagschrauber ist sehr hilfreich festgegammelte Schrauben zu lösen:

Sehr, sehr praktisch bei den diversen Schlauchschellen. Ich möchte diesen Koffer nicht mehr missen:

Als Ergänzung die Zange für die Oetinger Schlauchschellen, die bei den Achsmanschetten Verwendung finden:

Auch diesen Koffer möchte ich nicht mehr missen, der mir die Arbeit beim Wechsel des Zahnriemens an dem Saxo meiner Frau, meinem BX GTI und XM TCT sehr erleichtert hat:

Wer den Platz hat und das o. g. Ausdrückwerzeug für Lager nicht praktisch genug findet, kann sich auch eine Werkstattpresse zulegen:

Wer seine Hobbywerkstatt semiprofessionell aufbauen möchte, kann sich auch eine mobile Hebebühne zulegen. Ich persönlich habe sie ob des Preises nie wirklich vermisst:

 

Für Lackier- und Karosseriearbeiten benötigt man nochmal zusätzlich folgendes:

Ein kleines Schweißgerät mit 230V und 380V Anschluss reicht für die Arbeiten an einem Auto völlig aus. Man muss ja nicht 5 Autos am Tag schweißen:

 

98% dieser Werkzeuge habe ich mir über die letzten 15 Jahre angeschafft und muss wirklich sagen, dass man mit dem richtigen Werkzeug sich einiges an Frust beim Schrauben ersparen kann.

In diesem Sinne: Viel Erfolg beim Schrauben!

 

 

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