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Benötigtes Material:

  • Sitzheizung SH-45 von WAECO: KLICK!
    Diese hat einen vorkonfektionierten Kabelbaum mit einem Relais, der sich problemlos im BX verlegen läßt. Außerdem hat sie nur eine Schaltstufe, so daß man die Originalschalter von Citroën verwenden kann.
  • Zange, Akkuschrauber, scharfes Messer, 40er Torx
  • div. Elektroinstallationsmaterial

Vorgehensweise:
1. Zunächst baut man die Sitze mit den 40er Torx aus.
Einige wenige BXe haben hier statt Torx einen Innenvierkant.

2. Wenn nun schon die Sitze draußen sind, kann man sich an das Verlegen des Kabelbaumes für die Sitzheizung machen.
Ich habe ihn unter der Mittelkonsole versteckt. Denn dort lagen schon Dauerplus, Zündungsplus und Masse von der Alarmanlage. Die genaue Verkabelung entnehmt ihr bitte dem Schaltplan der dem Paket beiliegt. Es werden keine zusätzlichen Sicherungen benötigt, da diese schon dem Kabelbaum beiliegen. Zündungsplus kann man entweder vom ABS-Steuergerät (Pin 2) oder vom Sicherungskasten (F3) nehmen. Sollte bei eurem BX unter der Mittelkonsole noch kein Dauerplus und Masse liegen, was bei einigen 14er und 16er-Modellen der Fall sein kann, nehmt ihr Dauerplus am Besten auch vom Sicherungskasten.
Verwendet ihr die Originalschalter von Citroën für die Sitzheizung anstatt der beigefügtem Schalter, dann beachtet folgende Belegung der Schalter: Der grün markierte Pin bekommt die Versorgungsspannung vom Relais, der blaue Pin geht zur Heizmatte und der braun markierte Pin wird an Masse angeschlossen. So verkabelt sollte der Schalter dann auch leuchten, wenn er eingeschaltet ist.
Hinten rechts und links von der Konsole laßt ihr jeweils nur den Stecker zu den Heizmatten raushängen. Das langt vollkommen, da das Kabel am Sitz lang genug ist. Allerdings ist der Kabelbaum sehr großzügig angelegt, so daß ihr viel Kabel unterm Teppich verstecken müßt.

3. Nun widmen wir uns den Sitzen:
Nachdem das Sitzkissen ausgebaut ist, löst man unten die Verbindungen zur Sitzschale. Aber vorsichtig. Nichts abbrechen.
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Nun die Sitzschale entfernen.
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Hinten ist das Leder ein wenig verklebt, was man aber problemlos mit einem scharfen Messer lösen kann.
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Nun zu den Heizmatten. Die große ist für das Sitzkissen, die kleine für die Rückenlehne.
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Die Heizmatte schiebt Ihr mit dem Kabel nach hinten und dem Doppleklebeband nach unten, unter das Leder. Die Verspannung braucht man nicht lösen, das geht auch so. Ebenso ist es nicht nötig, die Matte zuzuschneiden. Sitzt die Matte richtig, klebt man sie mit dem Doppelkleband am Schaumstoff fest.
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Um das Einspeisungskabel vernünftig verlegen zu können, müßt Ihr hinten einen kleinen Schnitt in den Schaumstoff machen. So sitzt man nicht auf dem dicken Kabel.
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Jetzt wieder die Sitzschale auflegen, das Leder einclipsen und das Sitzkissen ist fertig.
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Bei der Rückenlehen geht es ähnlich einfach. Wenn man den Plastikrahmen gelöst hat, …
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… kann man die hintere Verkleidung hochklappen.
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So kommt man an die Klammern ran, mit denen das Leder verspannt ist.
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Hat man diese entfernt, kann man die Heizmatte mit dem Kabel nach unten, unter das Leder schieben.
Aus folgendem Grund habe ich mich dazu entschieden diese Heizmatte quer einzubauen: Hätte man die Heizmatte auch unter das zweite aufgepolsterte Feld gelegt, dann hätte die Absteppung nicht mehr in den Schaumstoff gepaßt. Dadurch wäre keine schöne Paßform mehr gegeben. Bei Stoffsitzen sieht das vielleicht anders aus.
Ein Festkleben der Matte ist bei dieser Version schwer möglich und zum Glück nicht nötig.
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Jetzt kann man das Leder hinten wieder verspannen. Aus Faulheit habe ich diesmal Kabelbinder an Stelle der Metallklammern verwendet.
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Nun den Plastikrahmen wieder montieren, das Sitzkissen einsetzen und mit der oberen Heizmatte verkabeln. Jetzt hat man einen Ledersitz mit Sitzheizung und kann sich dem zweiten Sitz widmen!
Bitte daran denken, daß Ihr die Kabelführung beim Fahrersitz rechts und beim Beifahrersitz links aus dem Sitz heraus laufen laßt.
Wenn man nun beide Sitze wieder montiert, steht einem warmen Hintern und warmen Nieren im Winter nichts mehr im Wege 😉
FERTIG!

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Seit dem Jahr 2000 schraube ich regelmäßig an meinen Citroëns.
Im “learning by doing”-Verfahren habe ich mir mittlerweile soviel Wissen angeeignet, dass meine Autos seither keine KFZ-Werkstatt mehr von innen gesehen haben.

Dieses Wissen möchte ich mit euch teilen.

Daher dieses Blog mit meinen Erfahrungen, von einem Hobbyschrauber, für Hobbyschrauber.