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Die BXe und damit auch ihre Elektronik werden langsam alt. Das merkt man daran, daß sich im Forum die Fragen zu Start- und Elektronikproblemen häufen und wiederholen.
Um eine Fehlersuche zu vereinfachen und Wiederholungen im Forum zu vermeiden, habe ich hier die wichtigsten Bauteile der Zündanlage und deren Prüfung in den BXen mit Benzinmotor zusammen gefaßt.
Die Bezeichnungen der PINs stehen normalerweise auf den Bauteilen und/oder Steckern. Dennoch habe ich versucht, die Lage der PINs zu beschreiben. Schaut also einfach etwas genauer hin, um meine Angaben zu überprüfen.

Einspritzventile (Multipointer)
Zwischen den PINs müssen folgende Werte gemessen werden.
Ohne Vorwiderstand: 15-17 Ohm
Mit Vorwiderstand: 2-3 Ohm
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Einspritzventil (Monopointer)
Widerstand: 1-3 Ohm
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Drosselklappenschalter
Wenn man auf den eingebauten Schalter schaut, ist links PIN #3 und rechts #1.
Folgende Werte müssen gemessen werden.

PINs #
Drosselklappenstellung
Widerstand
TYP 1
1 & 2 ca. 3000
1 & 3 geschlossen ca. 3000
1 & 3 geöffnet ca. 1000
TYP 2
1 & 3 ca. 3000
1 & 2 geschlossen ca. 3000
1 & 2 geöffnet ca. 1000

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Drosselklappenpotentiometer
Stecker muß aufgesteckt sein, Zündung an. Wenn man auf das Modul schaut, ist links PIN # 5, rechts #1.
Folgende Werte müssen gemessen werden.

PINs #
Drosselklappenstellung
Spannung
2 & Masse geschlossen ca. 2
2 & Masse ganz geöffnet ca. 4,5
4 & Masse geschlossen ca. 0
4 & Masse ganz geöffnet ca. 4

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Luftmengenmesser (GTi/16V)Stecker aufgesteckt lassen, Zündung an. Wenn man auf den Luftmengenmesser schaut, ist links PIN #5, rechts #1.Folgende Werte müssen gemessen werden.

PINs #
Drehzahl
Spannung
2 & Masse Leerlauf 0,5-1,5
2 & Masse max. Drehzahl ca. 4,5
2 & Masse kontinuierliches Anheben Spannung muß sich gleichmäßig ändern.

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Luftmassenmesser (16V)
Stecker drauf lassen, Motor an.
Wenn man auf den eingebauten Sensor schaut, ist links PIN #3/#4 und rechts #1.
Folgende Werte müssen gemessen werden.

PINs #
Drehzahl
Spannung
Typ 1 (3 PINs)
1 & Masse Leerlauf ca. 1,5
1 & Masse 4000 U/min ca. 3,4
Typ 2 (4 PINs)
2 & Masse Leerlauf ca. 0,8
2 & Masse 2000 U/min ca. 1,1
2 & Masse 3000 U/min ca. 1,8
2 & Masse 4000 U/min ca. 2,2

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Leerlaufregelventil (16er)
Der Widerstand zwischen beiden PINs muß zwischen 10 und 20 Ohm betragen.
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Saugrohrdrucksensor (MAP-Sensor)
Stecker drauf lassen, Motor an. Wenn man auf den eingebauten Sensor schaut, ist links PIN #3, rechts #1.
Es müssen folgende Werte gemessen werden, auch hier gibt es zwei Typen.

PINs #
Drehzahl
Spannung
Typ 1
2 & Masse Leerlauf ca. 1,2
2 & Masse Vollgas ca. 4,5
Typ 2
3 & Masse Leerlauf ca. 1,2
3 & Masse Vollgas ca. 4,5

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Lufttemperatursensor (Ansaugbrücke des Monopointers)
Bei 15-25°C muß der Widerstand zwischen den PINs 2000-3300 Ohm betragen.
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Zusatzluftschieber (GTi/16V)
Der Widerstand zwischen den PINs muß ca. 40 Ohm betragen.
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Zündkabel
Neben der optischen Kontrolle kann man auch den Widerstand prüfen. Liegt dieser über dem Sollwert von 25-30 kOhm, ist das Kabel defekt.
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Zündspule
Stecker drauf lassen, Zündung an.
Zwischen dem mittleren PIN des Steckers zur Zündspule und Masse muß die Batteriespannung anliegen.
Die Zündspule selber muß einen Widerstand von ca. 4-15 kOhm haben.
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Zündschaltbox (nur BDY)
Zwischen den Steckern zu Zylinder 1 & 4 und 2 & 3 müssen ca. 11-16 kOhm gemessen werden.
Zwsichen PIN 1 & 2 und 2 & 3 an der Zündschaltbox müssen ca. 0,45-0,65 Ohm gemessen werden.
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Zündmodul
Schaut man auf das eingebaute Modul, ist links PIN #7 und rechts #1.
Zwischen PIN #4 am Stecker und Masse muß der Widerstand 0 Ohm betragen, ansonsten ist die Leitung beschädigt.
Stecker drauf lassen, Motor kurz mit Anlsser drehen lassen.

Steckt man nun die LED Prüflampe zwischen PIN 2 & 4 und 4 & 7, muß diese blinken. Ist dies nicht der Fall, ist der OT-Geber oder das Kabel zu selbigem defekt.
Zwischen PIN 1 & 6 und 4 & 6 muß die LED ebenfalls blinken. Ist dies nicht der Fall, ist das Zündmodul selber defekt.
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Kühlmitteltemperatursensor
Baut man den Sensor aus und legt in in kaltes Wasser das man zum Kochen bringt, müssen sich zwischen den PINs folgende Werte messen lassen.

Temperatur <°C>
Widerstand
0 6.000
10 3.500
20 2.500
40 1.200
60 600
80 300
100 180

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OT-Geber
Der Widerstand zwischen den PINs muß ca. 400-1.200 Ohm betragen.
Stecker abziehen. Motor kurz mit Anlasser drehen lassen. Es muß sich eine Spannung von ca. 2-8 V zwischen den PINs am Sensor messen lassen.
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Lambdasonde
Man mißt die Spannung zwischen den PINs am blauen Stecker. Dieser muß aufgesteckt sein!
Bei betriebswarmen Motor diesen ca. 2 Minuten bei 2.000 U/min laufen lassen. Dann die Drehzahl 2-3 mal abrupt anheben, danach den Motor im Leerlauf drehen lassen.
Nun muß die gemessene Spannung zwischen 0,1 und 1V schwanken.
An dem schwarzen Stecker muß man zwischen den PINs die Batteriespannung messen können. Das ist nämlich der Stecker für die Beheizung der Lambdasonde.
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Motorsteuerungsrelais
Die PIN-Bezeichnungen stehen auf dem Relais!
Relais ausbauen. Folgende Werte müssen gemessen werden.
Zwischen PIN 85 & 86 muß der Widerstand ca. 50 Ohm betragen, zwischen PIN 30 & 87 muß dieser gegen Unendlich gehen.
An PIN 86 (+), an PIN 85 (-) anlegen. Nun muß der Widerstand zwischen PIN 30 & 87 0 Ohm betragen.
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Benzinpumpenrelais
Die PIN-Bezeichnungen stehen auf dem Relais!
Relais ausbauen. Folgende Werte müssen gemessen werden.
Zwischen PIN 85 & 86 muß der Widerstand ca. 50 Ohm betragen, zwischen PIN 30 & 87 muß dieser gegen Unendlich gehen.
An PIN 86 (+), an PIN 85 (-) anlegen. Nun muß der Widerstand zwischen PIN 30 & 87 0 Ohm betragen.

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Seit dem Jahr 2000 schraube ich regelmäßig an meinen Citroëns.
Im “learning by doing”-Verfahren habe ich mir mittlerweile soviel Wissen angeeignet, dass meine Autos seither keine KFZ-Werkstatt mehr von innen gesehen haben.

Dieses Wissen möchte ich mit euch teilen.

Daher dieses Blog mit meinen Erfahrungen, von einem Hobbyschrauber, für Hobbyschrauber.