Tipps zum Getriebeölwechsel Automatikgetriebe

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Tipps zum Getriebeölwechsel Automatikgetriebe

Beitragvon Frederic Heinz am Sonntag 23. März 2008, 00:09

Es gibt ja hier den ein oder anderen BX mit Automatikgetriebe, und weil ich denke, dass die Dinger (nicht nur in der Werkstatt) ziemlich stiefmĂĽtterlich behandelt werden, sollte man den Schaltboxen mal etwas Aufmerksamkeit widmen.
Vorgeschriebenes Ölwechselintervall laut Citroen ist glaube alle 40tkm. Das halte ich persönlich aber für völligen Unsinn. Im Grunde ist das 4HP 14 Getriebe wirklich solide, überaltes Öl verträgt es aber anscheinend nicht so ganz. Ich wechsel alle 10tkm, zusammen mit dem Motorenöl, da bei herkömmlichem Wechsel nur etwa 1/3 (also etwa 2l) aus dem Getriebe herausfliessen. Schon dieser "einfache" Wechsel führt meist dazu, dass Quietschgeräusche oder ruppige Gangwechsel verschwinden.
Geht im Grunde ganz einfach, das Getriebeöl schön warmfahren, Ablassschraube öffnen und nachher einfach in etwa die selbe Menge über die Peilstaböffnung wieder einfüllen. Danach das Öl nochmal warmfahren dann per Peilstab in Getriebestellung "P" auf Sollwert auffüllen.

Wer dem BX und dem Getriebe was Gutes tun will, der macht sich etwas mehr Arbeit:

Getriebeöl ablassen (vorsicht, die Ablassschraube sitzt oft sehr fest und ist fix rundgedreht!), Ölwanne abschrauben, vorher Druckregler (das ist das einzig Nervige an der Sache...) und das Peilstabrohr lösen. In der Ölwanne sitzt ein kleiner Magnet, der den Metallabrieb des Getriebes auffangen soll. Tut er auch ganz ordentlich, bei mir war er jedes Mal wirklich schön "schlammig". Das Ding samt Ölwanne also schön reinigen.
Hinter der Ölwanne sitzt ein "Ansauggehäuse" welches ein kleines Sieb beherbergt. Das Gehäuse abschrauben (ich meine 8 Schrauben) und die Schrauben unbedingt in richtiger Reihenfolge bei Seite legen, die sind unterschiedlich lang bzw. dick. Unter dem Gehäuse sitzt eine Papierdichtung, die muss für den Wiedereinbau entfernt und anschliessend erneuert werden. Das Ansaugsieb kauft man entweder neu (um die 40€), es lässt sich aber auch relativ einfach reinigen (Bremsenreiniger und anschliessend mit Pressluft durchblasen). Zum Wiedereinbau sollte eine neue Dichtung am Sieb verwendet werden, vorher mit Getriebeöl einölen.
Vor dem Einbau alles penibelst reinigen, Dichtung der Ölwanne natürlich ebenfalls erneuern. Alle Schrauben habe ich zusätzlich vor dem Einbau mit frischem Getriebeöl versehen.
Auf diese Weise kommen etwa 3l ATF aus dem Getriebe. Ich werde jetzt einige km damit fahren und dann erneut das Ă–l wechseln. So bekpmmt man auf Dauer einen Grossteil des zumeist wirklich alten Ă–ls heraus, welches im Wandler zurĂĽckbleibt.
Das Getriebe im Saugdiesel schaltet jetzt wirklich so gut wie niemals zu vor, sehr sanft und annähernd ruckfrei, kann ich nur empfehlen.

Bestellnummern:

2214.11 Dichtung Ă–lwanne
2264.13 Papierdichtung Ansauggehäuse (wird immer doppelt geliefert)
2264.12 Dichtung Ansaugsieb

>>GrĂĽĂźe aus dem Siegerland

Frederic
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Re: Tipps zum Getriebeölwechsel Automatikgetriebe

Beitragvon Manfred_A. am Sonntag 23. März 2008, 08:11

Danke fĂĽr die Anleitung

War das Ansaugsieb auch verschmutzt ?

Wäre nur noch interessant wieviel km manche auf das 4HP-14 fahren, und bei welcher Pflege.
Mein letzter ist 183.000km problemlos gelaufen, mein jetziger (dzt. noch def.) hat 159.000km.
mfg. Manfred A.

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Re: Tipps zum Getriebeölwechsel Automatikgetriebe

Beitragvon Frederic Heinz am Sonntag 23. März 2008, 15:02

Hallo Manfred!

Das Ansaugsieb war auch verschmutzt, aber nicht übermäßig. Ich denke, einen Großteil fängt der Magnet ab.

Ich kenne einen Saugdiesel Automatik mit 260tkm sowie einen GTi Autimatik mit 240tkm, jeweils mit erstem Getriebe.
Beide bekommen regelmäßig Ölwechsel ;-)

Was man auch vermeiden sollte:

-aus Position "N" direkt auf "D", "3", "2" oder "1" zu schalten, mit mehr als Leerlaufdrehzahl
-aus Position "R" direkt auf "D" ohne vorher anzuhalten

Also immer schön erst die Bremse treten...

>>GrĂĽĂźe aus dem Siegerland

Frederic
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Re: Tipps zum Getriebeölwechsel Automatikgetriebe

Beitragvon Vaa am Sonntag 23. März 2008, 18:24

Hallo Allerseits;

Mein Automat im Diesel hat 160.000 km und fasst den vierten Gang nicht mehr schön. Zweimaliger Öl- und Siebwechsel sowie eine Revision vom Hydraulikblock brachten nichts, ausser dass die anderen 2 Schaltungen und der Rückwärtsgang wieder wie neu funktionieren.

Ich denke, wenn der früher besser gewartet worden wäre (so wie Frederic beschreibt) dann wäre diese Macke jetzt nicht.

Vorteilhafterweise bezieht man die Serviceteile direkt in einer ZF-Vertretung, dort sind sie an Lager, kosten einen Drittel und die Freunde dort kennen sich mit der Materie aus.

Liebe GrĂĽsse
Vaa
-BX 19 TRD BVA, 02/87, >160.000km
-BX Break TZD turbo, 10/92, >300.000km
-Xantia Break 2.0 HDi, 06/00, >210.000km sowie 4 andere alte Gurken....
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